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Berg-Bier Cruise in Reutlingen (Pfingsten 2009)

Beitrag erstellt am Donnerstag, 4. Juni 2009

Sööööö… jetzt muss ich mich doch mal zu Wort melden.

Es war ein so schönes Wochenende in Reutlingen! Danke nochmal an alle, die dieses Pfingstwochenende zu dem gemacht haben, was es dann letztendlich war: saugeil!

Aber mal von vorne…Da es ja auch Menschen gibt, die samstags arbeiten müssen, hatten Brina, Andy und ich ausgemacht, dass wir einen Tag später als der Jülicher- bzw. Alsdorfer-Teil nach Reutlingen aufbrechen. Gesagt, getan… Brina kam Samstag Spätnachmittag bei mir an… Ich war gerade noch dabei den Reiseproviant in Form von Brötchen fertig zu machen. Danach eilten wir hinunter und bauten erstmal die Räder auseinander um sie im Auto zu verstauen. Dann weiter nach Meerbusch um Andy abzuholen. Dort angekommen, kam Nachricht vom Präsi, dass wir doch direkt zum Ron kommen sollten… Okay… Hauptsache, wir bekommen ein leckeres Steak vom Grill und ein kühles Berg-Bier, wenn wir ankommen! Nachdem wir dann Andys rieeeeeeesige Reisetasche (“Andy” könnte auch von “Andrea” kommen… hihi) ins Auto gewuchtet hatten, sind wir noch schnell zum Haus der Räder, haben dort ein paar Fahrradteile und einen riesengroßen Karton megaleckerer Erdbeern geholt… und ab auf die Autobahn!

Während der Fahrt hörten wir uns kreuz und quer durch Brinas un meine CD-Sammlung, machten zwei kurze Päuschen und spätestens nach drei Stunden merkte ich dann, dass ich keinen sitzenden Beruf und das damit verbundene Sitzfleisch habe… Also musste ich mich mit Fotografieren und Singen ablenken… Zum Leidwesen meiner Begleiter…

Der Empfang in Reutlingen war super! Bärbel kam ganz als Gentleman direkt mit zwei Flaschen Gerstensaft zum Auto rüber und überreichte sie Brina und mir! Da merkt man doch die gute Kinderstube!!! Nachdem Brina das Auto irgendwann dann auch so geparkt hatte, dass wir nicht Angst haben mussten, dass es direkt abgeschleppt wird (jaaaaaa… Sie ist nachtblind und die Straße hatte einen Knuck… ;-) ), sind wir dann mit Gepäck und Zelt in den Garten. Erstmal alle begrüßen, was trinken, den Grill anschmeißen… und dann kam Andy mit seinem Zelt an… Es war sicherlich schon Mitternacht oder so… dementsprechend die Lichtverhältnisse. Die Kenntnisse der anwesenden Männer in Sachen Zeltaufbau waren dann doch etwas mickrig… Aber Andy und Bärbel haben sich dann einfach meinen Anweisungen gefügt und ich war kurze Zeit später stolze Erbauerin des doch sehr geräumigen Zeltes! Da Rons Nachbarn anscheinend eine sehr niedrige Reizschwelle haben und dann auch die Polizei gerufen hatten, haben wir uns dann alle ins Wohnzimmer gequetscht. Da der Platz dann doch etwas beschränkt war, beschloss ich, dass ich mich auch im Zelt breitmache… Und bin dann auch als erste in die Heia verschwunden.

Nach einer relativ guten Nacht mit erholsamem Schlaf (Andy schnarcht zum Glück nicht), meinte es der Küster gut mit uns. Wahrscheinlich hatte er Angst, dass wir unseren Cruise verschlafen… Daher ließ er ab sechs Uhr(!!!!) jede Viertel Stunde die Glocken läuten… Um neun Uhr bin ich dann doch aufgestanden, schnell aufs Klo, und danach die andern begrüßen… “Früh aufstehen heißt früh fröhlich sein!”… Nach meinem Kakao hieß es dann erstmal anstellen… für die Dusche… Und danach Kraft tanken mt leckerem Obst und Müsli! Nach und nach füllte sich der Garten von Ron, es kamen auch zwei Leute aus München und ein Cruiser aus der Nähe von Reutlingen… Als dann auch noch Jahpix-Micha + Frau + Mutter ankamen, machten wir uns langsam auf den Weg Richtung Bahnhof, um die Leute aus Karlsruhe, Ludwigshafen und Tübingen abzuholen.

Anscheinend kennt man in Reutlingen wirklich noch keine Cruiser… wir waren echt DIE Attraktion auf dem Bahnhofsvorplatz!!! Alle gesammelt, bissel geschnackt, und auf ging’s. Ich mit meinem Single-Speed-Poodle hatte ja echt Respekt vor der Strecke, aber auf der Hinfahrt war alles super! Ron hatte als erstes noch einen Stop an einer Tanke eingeplant. Dort konnte sich jeder nochmal stärken… Die einen mit Sandwiches von Subway, die anderen mit flüssigem Brot und die letzten – wie meine Wenigkeit – mit einem leckeren Eis. Dann ging die Fahrt weiter. Und die Strecke wurde immer schöner! Ron, das hast Du echt schön ausgesucht! Es war wie ein kleiner Urlaub bei Euch! Bei einem kurzen Zwischenstop an einer kleinen Staumauer, sorgte Bärbel für den ersten richtigen Lacher: Er stellte sich aufs Geländer und pinkelte erstmal in aller Ruhe in den Fluss… Aber wir hatten ja ein anderes Ziel… den Biergarten! Sehr leckeres Kellerbier dort! Bärbel machte dann erstmal ein kleines Nickerchen, wobei wir uns schon fragten, ob er es noch auf dem Rad zurück schaffen würde. Aber nachdem er wieder wach war, war er richtig fit!

Auf der Rückfahrt mussten wir leider auf die halbe Truppe verzichten, weil diese eine blöde Bahnverbindung hatten und deshalb nicht mehr mit zurückfahren konnten… schade! Aber sie hatten auch Glück, denn die Rückfahrt war zum Teil echt anstrengend… zumindest wenn man keine 7 Gänge hatte! Aber mit ein bißchen Beistand von Murmel hab ich es dann sogar ohne Absteigen geschafft! Juhuuu! Mann, war ich stolz!

Wieder zurück bei Ron gabs erstmal leckeren Salat (Danke nochmal an Franzi!) und Teufelsbrot und ein Würstchen… Wobei die Einheimischen mich dann dazu bringen wollten, dass ich diesen armen Würstchen auch noch Schweinspfötchen verpassen sollte… Aber nein, das konnte ich nicht übers Herz bringen ;-) Irgendwie war ich danach vollgefressen und ein bissel schläfrig. Eigentlich wollte ich mich nur ein bissel ins Zelt legen, aber irgendwie kam dann wohl die ganze Müdigkeit der letzten Woche über mich herangerollt… und ich hab direkt bis zum nächsten Morgen geschlafen… Zwischendurch bin ich zwar mal wach geworden, hab den ein oder anderen Wortfetzen mitbekommen von wegen Nachtcruise oder so… Aber ich konnte mich nicht aufraffen.Als Andy dann auch irgendwann ins Zelt kam und sich schlafen legte, war für mich definitiv auch die Zeit gekommen, meine Schuhe etc. auszuziehen und meine Schlafsachen anzuziehen… hatte echt stundenlang in meinen Klamotten geschlafen!

Am nächsten Morgen warteten wir auf die Glocken, die allerdings erstmal stumm blieben. Der erste, dem ich begegnete, war Murmel, der in der vorangegangenen Nacht direkt gegen drei Verbote der nachbarlichen Kirche verstoßen hatte… Nähere Angaben spare ich mir hier nun… ;-)

Nach ein bissel quatschen, duschen, Frühstück, Klamotten packen, Zelt abbauen, etc. starteten wir dann gegen Mittag Richtung Heimat… Und nach drei Stunden Autobahnfahrt, hatte dann auch Murmel raus, wie man richtig in der Kolonne fährt. :-P

Als erstes haben wir dann Andy rausgeschmissen. Dann sind wir zu mir gefahren, haben noch Bekanntschaft mit einem Assi-Kind aus meiner Nachbarschaft gemacht und dann hat Brina sich auf den Weg nach Hause gemacht…

Alles in allem ein suuuuuper Wochenende! Jeder, der zu Hause geblieben ist, hat echt was verpasst! Also… nächstes Jahr müsst Ihr Euch den Termin auf jeden Fall freihalten!

Bis demnächst,

Jess